Diese 5 Inhaltsstoffe meide ich in meiner Pflege
Wer sich intensiver mit Hautpflege beschäftigt, stößt früher oder später auf Inhaltsstoffe, die kontrovers diskutiert werden. Nicht jeder Stoff ist automatisch „schlecht“, doch einige Inhaltsstoffe können empfindliche Haut reizen oder passen schlicht nicht zu einer bewussten Pflegeroutine.
Ich achte mittlerweile deutlich genauer auf die Inhaltsstoffe meiner Kosmetik – und diese 5 vermeide ich persönlich in meiner Pflege.
1. Parabene
Parabene werden in Kosmetik als Konservierungsstoffe eingesetzt, damit Produkte länger haltbar bleiben. Das Problem: Manche Menschen reagieren empfindlich darauf.
Der eigentliche Diskussionspunkt ist allerdings ihre mögliche hormonsystemähnliche Wirkung (endokrine Aktivität), weshalb die EU propyl- und Butylparaben bereits in Produkten für Kinder unter 3 Jahren und bestimmten Körperstellen eingeschränkt hat.
Vor allem bei sensibler Haut können Parabene Irritationen oder Spannungsgefühle verursachen. Deshalb greife ich lieber zu Produkten mit milderen Konservierungssystemen oder mittlerweile zu solchen, die ganz auf Konservierungsstoffe verzichten.
Häufige Bezeichnungen:
- Methylparaben
- Propylparaben
- Butylparaben
2. Silikone
Silikone sorgen oft für ein besonders glattes Hautgefühl. Kurzfristig wirkt die Haut weich und ebenmäßig.
Silikone liefern aber selbst keine hautpflegenden Wirkstoffe (keine Lipide, keine Nährstoffe). Dadurch fühlt sich Pflege zwar angenehm an, die Haut bekommt aber oft weniger „echte“ Pflegewirkung.
Silikone erkennst du oft an:
- Dimethicone
- Cyclopentasiloxane
- Cyclotetrasiloxane
3. Duftstoffe
Parfümierte Pflegeprodukte riechen angenehm, können aber gerade empfindliche Haut unnötig reizen.
Besonders bei:
- Rosacea
- sensibler Haut
- trockener Haut
- unreiner Haut
setze ich lieber auf parfümfreie Produkte.
Typische Kennzeichnungen:
- Parfum
- Fragrance
- Linalool
- Citronellol
4. Mineralöle
Mineralöle werden häufig eingesetzt, um Feuchtigkeit einzuschließen. Mineralöle pflegen aber nicht durch Lipide, sondern schließen Feuchtigkeit nur ein — für mich persönlich kein befriedigendes Konzept.”
Ich bevorzuge pflanzliche Öle wie:
- Jojobaöl
- Squalane
- Mandelöl
Typische Bezeichnungen:
- Paraffinum Liquidum
- Mineral Oil
- Petrolatum
5. Mikroplastik
Mikroplastik steckt leider noch immer in vielen Pflegeprodukten – besonders in Peelings oder dekorativer Kosmetik. Seit dem EU-Mikroplastikverbot (in Kraft seit September 2023 mit gestaffelten Übergangsfristen) wird es aktiv besser.
Neben den wichtigen Umweltaspekten versuche ich generell, unnötige synthetische Zusätze zu vermeiden.
Häufige Inhaltsstoffe:
- Polyethylene (PE)
- Nylon-12 oder Nylon-6
- Acrylates Copolyme (bisher noch umstritten. Es handelt sich um ein wasserlösliches Polymer, das nach der neuen EU-Mikroplastik-Verordnung (REACH, 2023) in einer Grauzone liegt. Es ist kein klassisches festes Mikroplastikpartikel wie PE, landet bei mir aber dennoch auf der Ausschuss-Liste
Worauf ich stattdessen achte
Heute suche ich gezielt nach:
- reizarmen Formulierungen
- parfümfreier Pflege
- hautfreundlichen Ölen
- minimalistischen Inhaltslisten
Weniger Inhaltsstoffe bedeuten für meine Haut oft mehr Ruhe.
Fazit
Nicht jede Haut reagiert gleich – und nicht jeder Inhaltsstoff ist automatisch problematisch. Trotzdem lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die INCI-Liste zu werfen.
Seit ich bewusster auswähle, fühlt sich meine Haut deutlich ausgeglichener an.
Welche Inhaltsstoffe meidest du in deiner Pflege?
Das könnte dich ebenfalls interessieren
Blueblocker Brille: Warum blaues Licht unseren Schlaf raubt – und was wirklich hilft
11. Januar 2026